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Heilpflanzen

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Heilpflanzen

Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) befasst sich mit der Anwendung von Zubereitungen aus Pflanzenteilen oder der gesamten Pflanze zur Vorbeugung oder Behandlung von Krankheiten. Da Pflanzen früher oft die einzigen Heilmittel waren, die den Menschen zur Verfügung standen, ist das Wissen um ihre heilsame Wirkung sehr alt. Seit Jahrhunderten werden ihre Wirkungen bei Alltagsbeschwerden und Krankheiten beobachtet. Sebastian Kneipp verwendete zu Lebzeiten Pflanzen als Badezusätze, Tinkturen, Salben, Tees und Säfte.
Die pflanzlichen Wirkstoffe gelangen über äußerliche (z.B. als Zusätze bei Wickeln, Bädern) oder innere Anwendung (z.B. als Tee) über die Haut oder die Schleimhäute in den Blutkreislauf und entfalten dann ihre Wirkungen.

Für eine verantwortliche Selbstbehandlung eignen sich insbesondere die mild wirkenden Sorten. Im Winter lässt sich mit Linden- oder Holunderblütentee gegen beginnende Erkältungen angehen, während Salbei bei Zahnfleisch- oder Mandelentzündungen hilft – dies sind nur zwei Beispiele für die Vielfalt der Heilkräuter.

Heilpflanzen können auf unterschiedliche Weise viele Alltagsbeschwerden im Kindesalter lindern: als Tee, Zusatz bei Wickeln und Auflagen oder als Bade- bzw. Inhalationszusatz. Pflanzliche Zusätze für Kinder sollen möglichst sanft sein und nur einen schwachen Reiz auslösen. Kinder nehmen Wirkstoffe leichter und schneller auf als Erwachsene und reagieren auch intensiver auf sie, daher ist die Dosierung der Heilkräuter für Kinder in der Regel auch niedriger. Oft sind pflanzliche Mittel sehr gut verträglich, aber in einzelnen Fällen kann es zu Magen-Darm-Beschwerden bei innerlicher Anwendung oder zu allergischen Reaktionen kommen.

Vorsicht:

    • ätherische Öle nie unverdünnt anwenden, sondern immer in wässriger oder öliger Verdünnung
    • bei Zubereitungen mit den ätherischen Ölen aus Kampfer, Eukalyptus, Thymian und Pfefferminze (Menthol) ist bei Kindern unter 3 Jahren besondere Vorsicht geboten!
    • bei Kindern unter 3 Jahren Salben mit ätherischen Ölen nicht im Gesicht, unter der Nase oder direkt auf der Haut anwenden
    • wenn Sie Fertigpräparate nutzen, achten Sie auf die Zulassung für Säuglinge und Kleinkinder
    • Vorsicht mit Kräutern bei Allergien wie Heuschnupfenoder atopischem Ekzem
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